Cutting


Im Zusammenhang mit BDSM versteht man unter Cutting eine Bodymodifikation, bei der mit einem scharfen Gegenstand Muster in die Haut geschnitten werden. Dabei nutzt der Top das Cutting, um den Bottom eindeutig als sein Eigentum zu markieren.
Cutting ist eine der intensivsten BDSM-Praktiken und mindestens genauso kompliziert, da ein sehr hohes Maß an Vertrauen und ein gewisses Maß an anatomischen Kenntnissen vorhanden sein müssen.

Beim Cutting wird unterschieden, je nach dem in welche Hautschichten geschnitten wird. Schnitte in die Oberhaut bezeichnet man als leichte Cuts, da sie Kratzern ähneln und in der Regel verheilen ohne Narben zu hinterlassen. Wird in die tiefer liegende Lederhaut geschnitten, können Narben zurück bleiben und eine permanente Markierung erzielt werden.

Cutting

Als „Werkzeug“ für’s Cutting eignen sich Einmal-Skalpelle mit gebogener Klinge, sehr scharfe Messer, Rasierklingen oder Kanülen. Auf keinen Fall sollte man Cutter aus dem Baumarkt oder vergleichsweise stumpfe Messer verwenden, da diese die Haut ehr aufreißen statt sie zu schneiden. Egal welches Werkzeug benutzt wird, vor dem Cutting sollte es auf jeden Fall desinfiziert werden, wenn es nicht schon steril ist. Dazu sollte man mit Einmalhandschuhen arbeiten und immer Verbandszeugt und Desinfektionsmittel bereit liegen haben. Auch der Bereich der Haut, in dem das Cutting stattfinden soll, sollte vor dem Beginn desinfiziert werden.

Bereits im Vorfeld sollte über eventuell vorhandene Krankheiten gesprochen werden, von beiden Seiten. Sollte der Bottom an der Bluterkrankheit leiden, ist von Cutting unbedingt abzusehen!!! Auch sollten eingenommene Medikamente überprüft werden, ob ggf. Wechselwirkungen mit Desinfektionsmitteln auftreten können.

Cutting sollte nur an Körperstellen durchgeführt werden, an denen ausreichend Fett- oder Muskelgewebe vorhanden ist. Dies ist der Fall an Oberarm und Schulter, vorderer Oberschenkel, Hintern und Bauch. Auf keinen Fall darf Cutting an Hals, Gelenken, Leiste, Genitalien oder im Wirbelsäulenbereich durchgeführt werden, da hier ein hohes Risiko besteht eine Hauptschlagader zu treffen oder bleibende Schäden zu verursachen. Ungünstige Stellen von denen auch abgesehen werden sollten sind das Gesicht, Brust, Hände und Füße, da hier weder Fett- noch Muskelgewebe ausreichend vorhanden sind und zudem grade dort zahlreiche Nerven verlaufen die verletzt werden könnten.

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Andreas Kolarik

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