Toilettensklave


Unter einem Toilettensklaven wird in der BDSM-Szene eine devot veranlagte Person verstanden, die sich bereit erklärt, die Exkremente einer andere (dominanten) Person oral aufzunehmen. Manche Toilettensklaven verrichten ihren sogenannten Dienst auch komplett, nehmen die Ausscheidungen also nicht nur auf, sondern schlucken sie auch herunter. Gerüchteweise soll es auch Toilettensklaven geben, die sich fast ausschließlich von den Fäkalien Ihrer Tops ernähren oder zumindest ausnahmslos bei jedem WC-Gang als Toilettensklave bereit stehen. Allerdings ist nicht ganz klar, ob die Selbstauskünfte dieser – selbst innerhalb der Toilettensklaven-Szene als extrem geltenden – Zeitgenossen Glauben geschenkt werden darf. Die physische Belastung einer solchen „Ernährung“ wäre jedenfalls für den Organismus des betreffenden Toilettensklaven ziemlich enorm. Immerhin enthält nicht nur Urin sehr viele Keime und Ausscheidungsstoffe, sondern Kot umso mehr Bakterien, Viren und Pilzsporen, die auch im Immunsystem eines gesunden Toilettensklaven enormen Schaden anrichten oder gravierende Krankheiten wie z.B. HIV oder Hepatitis-C auf den Toilettensklaven übertragen könnten.
Toilettensklave
Die Erziehung zum Toilettensklaven erfolgt meist schrittweise. Zunächst muss der Toilettensklave am Kot seines Tops riechen, ihn ablecken oder das Gesäß des Aktiven nach dem WC-Gang mit der Zunge reinigen. Später werden die Exkremente dem Toilettensklaven dann auf einem Teller mit Besteck serviert oder der Toilettensklave wird – meist fixiert – dazu genötigt, den Kaviar des Tops direkt aus seinem Anus in seinen Mund aufzunehmen. Für den Toilettensklaven stellt die Überwindung der eigenen Ekelschwelle eine große Herausforderung dar. Gleichzeitig genießen die meisten Toilettensklaven die unglaubliche Erniedrigung und die extreme Zementierung des bestehenden Machtgefälles, die mit diesem Akt einhergeht. Auch die Idee, einen Teil des vergötterten Tops in sich aufnehmen zu dürfen – und seien es nur ausgeschiedene Reste – empfinden Toilettensklaven für gewöhnlich als sehr reizvoll. Der Toilettensklave, der an einer solch intimen Angelegenheit teilhaben darf, fühlt sich seinem Top trotz der enormen Demütigung unter Umständen nach verrichtetem Dienst verbundener.
Manche Toilettensklaven leben in einer sehr großen emotionalen Distanz zu ihrem Top, würden sich zum Beispiel einer dominanten Frau körperlich nur sehr zögerlich nähern. Diese Art von Toilettensklave sucht einerseits die ungewohnte Intimität des vergötterten Überwesens und ist fasziniert davon, dass eine derartig weltliche Verrichtung vor seinen Augen tatsächlich stattfindet. Andererseits kann der Toilettensklave sogar Teil dieser Intimität werden, jedoch ohne je die selbe Stufe wie der Top zu erklimmen. Im Gegenteil: Der Toilettensklave wird durch die Ausübung der ihm anvertrauten Aufgabe tief zerschmettert und radikal auf den untersten Platz verwiesen. Desto ausgiebiger und gewissenhafter der Toilettensklave seinen Dienst verrichtet, umso offensichtlicher akzeptiert er seinen Platz auf der geringstmöglichen Machtstufe gegenüber dem Top.

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Andreas Kolarik

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