Handschellen


Handschellen (auch Handfesseln, Handcuffs oder kurz Cuffs genannt) dienen zur Fesselung von Händen und (in leicht abgewandelter Form) und Füßen. Sie bestehen aus zwei Metallringen die miteinander verbunden sind. Beide Ringe haben einen Verschlussmechanismus.

Erste Anwendungen von Handfesseln sind bereits aus dem Mittelalter bekannt. Damals bestanden sie noch aus zwei halbrunden Bandeisenhälften die mit Schlössern zusammengeschlossen wurden. Zwischen den mittelalterlichen Handfesseln waren massive Ketten angebracht, um die Bewegungsfreiheit weiter einzuschränken.
John J. Tower und Edward D. Bean erfanden um 1860 den innenliegenden Verschlussmechanismus moderner Handschellen. Der heutige Mechanismus beruht auf dem Patent von 1932 von Harold Wessen/Peerless.

Handschellen BDSM

Schon zu Beginn der BDSM Bewegung wurden Handschellen eingesetzt. Mit ihnen werden die Bottoms gefesselt und teilweise sogar bewegungsunfähig befestigt. Schon durch den Einsatz von Handschellen ist ganz klar, wer der dominante Part ist und welchen Stellenwert der devote Part einnimmt. Alleine durch den Einsatz in Strafvollzug und Polizeidienst, strahlen die Handfesseln eine gewisse Dominanz aus. Wer sie einsetzt, auf den geht diese „natürliche“ Dominanz ein Stück weit über.

Das Tragen von Handschellen ist für den Bottom immer mit Schmerzen verbunden, je nach Enge der Fesselung mehr oder weniger. Durch die starren Fesseln entsteht jedoch immer Reibung und Schmerzen sind garantiert. Deshalb sollten Bottoms eine gewisse Schmerztoleranz mitbringen oder zumindest in der Lage sein ein gewisses Maß an Schmerzen ertragen zu können.

Oft kommen statt ordinärer Handschellen im BDSM deshalb spezielle Fesseln aus Leder oder gepolsterten Materialien zum Einsatz. Speziell beim Bondage wird fast gänzlich auf Cuffs verzichtet. Vermehrt kommen die metallenen Fesseln bei Fotosgrafien zum Thema BDSM zum Einsatz, da sie eine natürliche dominanz ausstrahlen und so schnell klar wird, um welches Thema es bei dem Foto geht. Mit realem BDSM haben diese Fotos jedoch meistens nicht viel gemeinsam.

Risiken und Nebenwirkungen von Handschellen

Unsachgemäße Anwendung von Handschellen birgt erhebliche Risiken und kann zu Verletzungen und bleibenden Nervenschädigungen führen. Diese Gefahr besteht besonders, wenn minderwertige Fesseln benutzt werden. Eine Dauerhafte Zuglast ist mir Handschellen unbedingt zu vermeiden, ebenso wie deutlich zu enge Fesseln. Sollte es während der Fesselung beim gefesselten zu Taubheitsgefühlen (insbesondere im Daumen) kommen, müssen die Fesseln schnell wieder geöffnet werden um Nervenschäden zu vermeiden. Generell empfehlen wir bei dieser Art der Fesselung die Verwendung eines Saftwords.

Handschellen eignen sich nicht zur Selbstfesselung, da sie selbst mit Schlüssel nur schwer zu öffnen sind, wenn man gefesselt ist. Bei der Feuerwehr jeder größeren Stadt gibt es Geschichten über die Befreiung von Opfern aus Handschellen, weil diese nicht mehr in der Lage waren sich selber zu befreien.

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Andreas Kolarik

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