Koprophagie


Als Koprophagie bezeichnet man den Verzehr von Kot. In diesem speziellen Fall geht es um den Verzehr von eigenem Kot oder dem Kot der eigenen Gattung, also dem von anderen Menschen. Menschen (und Tiere) die so etwas tun, bezeichnet man als Autokoprophagen.

Mediziner sind sich inzwischen einig, dass bei den meisten unter Koprophagie leidenden Menschen psychische oder neurologische Störungen haben. Diese können teilweise als Unterform des PICA-Syndroms angesehen werden. Häufig tritt der innere Zwang zum Essen von Kot gemeinsam mit Alkoholismus, Demenz, Hirnatropie oder-tumoren, Schizophrenie oder anderen Zwangsstörungen auf.

Koprophagie

Die meisten Menschen ekeln sich davor ihren eigenen oder fremden Kot zu essen. Aus gutem Grund, denn der Ekel ist eine uralte Schutzfunktion unseres Körpers, der uns vor der Aufnahme schädliche Stoffe schützen soll. Ist dieses Ekelgefühl ausgeschaltet, liegt nach neuesten Untersuchungen eine mediale Temporallappenatrophie oder -läsion vor, laut Neurologen von der Mayo Clinic in Rochester.

Sollte der innere Zwang bestehen, Kot essen zu wollen, empfehlen Mediziner dringend das Aufsuchen von professionellen Psychotherapeuten. Durch gezielte Verhaltenstherapien oder Pharmakotherapien kann eine Heilung erfolgen.

Im Gegensatz zur psychisch bedingten Koprophagie ist im BDSM weniger der innere Zwang Grund für die Aufnahme von Kaviar. Hier ist es mehr der Zwang des Tops, der den Bottom dazu bringt dessen Kot zu essen. In der Regel dient diese Praktik dazu dem Bottom zu demütigen oder zu bestrafen. Damit soll ganz klar der Stellenwert des devoten Partners aufgezeigt werden. Das im BDSM verankerte Spiel mit Kot ist eine Sonderform der Koprophagie, eine Exkrementophilie.

Aus welchen Gründen auch immer Kot aufgenommen wird, es besteht immer die Gefahr der Infektion mit übertragbaren Geschlechtskrankheiten und die Aufnahme von schädlichen Darmbakterien. Laut der schon erwähnten Studie der Neurologen der Mayo Clinic Rochester kann die Aufnahme von Kot sogar tödlich enden, es wurden bereits Todesfälle durch den Verzehr von Kot beschrieben.

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Andreas Kolarik

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